Meine Windelwelt

Unser Weg

Schon während der Schwangerschaft habe ich mich mit dem Thema Wickeln und Alternativen zu normalen Wegwerfwindeln beschäftigt. Ich habe durch Freunde schon die unterschiedlichsten Varianten, was das Wickeln oder auch Nicht-Wickeln von Babys angeht, kennengelernt. Eine gute Freundin hat damals ihre Kinder windelfrei erzogen. Ich fand die Idee zunächst gut. Als ich jedoch mitbekommen habe, wieviel Aufwand das tatsächlich bedeutet und sich ständig alles darum gedreht hat, ob das Baby nun „muss“, habe ich mich dagegen entschieden. Ich wollte mich gedanklich nicht ständig mit den Ausscheidungsbedürfnissen meines Kindes beschäftigen, da ich mich auf andere Dinge mit meinen Kind konzentrieren wollte. Eine andere Freundin hat ihr Kind von Anfang an mit Stoffwindeln gewickelt. Das war mir zunächst recht sympathisch. Doch auch hier stand dann der ganze Mehraufwand für mich im Fokus…das regelmäßige Waschen und Einfetten der Wollwindeln erschien mir zu aufwendig und stressig (sie hatte das AI3 System mit Wollinnenwindeln gewählt).

Da ich bis dahin nicht wusste, dass es mehrere Stoffwindelsysteme gibt, hatte ich diese Alternative nun auch wieder verworfen und war gedanklich nun doch wieder bei den geläufigen Wegwerfwindeln angekommen…bis mir eines Tages eine Freundin die gebrauchten Höschenwindeln ihres mittlerweile „trockenen“ Kindes schenkte. Ich recherchierte wie man diese Höschenwindeln für das Wickeln einsetzen kann und erfuhr dadurch, dass es ganz verschiedene Stoffwindelsysteme gibt. Mir wurde klar, dass ich für die Baumwoll-Höschenwindeln noch Überhosen für den Auslaufschutz benötigen würde. Ich recherchierte weiter und erfuhr, dass man Überhosen auch nur mit Einlagen verwenden konnte (AI2 System). Dieses System erschien mir am sympathischsten, da es zum einen recht kostengünstig und zum anderen auch sehr flexibel erschien. Überhosen aus PUL kann man auch ganz einfach mit der Hand waschen, wenn sie nicht stark verschmutzt sind. Und man muss sie nicht regelmäßig fetten, wie die Wollüberhosen…also weniger Aufwand, was für mich wichtig war.

Nun kam die Frage auf, welche PUL Überhosen es sein sollten. Nach längerer Recherche entschied ich mich für die Blueberry Capri Überhosen…vielleicht auch weil die USA meine zweite Heimat ist und diese Überhosen aus den Staaten kommen:-) aber auch weil sie gut bewertet wurden und qualitativ hochwertig erschienen. Mit diesen Überhosen bin ich sehr zufrieden. Sie sind weich und fühlen sich vom Stoff her gut an. Auch Einlagen aller Art kann man dafür nutzen, sogar über Höschenwindeln lassen sie sich verwenden. Ich besitze 6-8 One-Size Überhosen, die sich entsprechend der Größe des Kindes verstellen lassen (einsetzbar von 5 bis 16 kg). Im ersten Lebensmonat wickele ich mit Wegwerfwindeln, da die One-Size Überhosen, da noch etwas groß sind.

Jedem der zögert kann ich nur empfehlen das Stoffwindelwickeln mal auszuprobieren. Zunächst erscheinen die Anschaffungskosten vielleicht hoch, aber über die Zeit hinweg spart man deutlich Geld und man wickelt sein Kind auch bewusster. Es macht richtig Spaß die bunten Überhosen mit unterschiedlichsten Motiven in der Hand zu halten. Wenn einem in bestimmten Situationen der Aufwand zu groß erscheint, kann man auch ganz normale Wegwerfwindeln ergänzend verwenden (z.B. nachts oder wenn man unterwegs ist). Man ist ja zu nichts verpflichtet. Zudem zahlen mittlerweile viele Gemeinden/Landkreise Zuschüsse für das Wickeln mit Stoff- bzw. Mehrwegwindeln, da dadurch logischerweise viel Müll reduziert wird. Schon alleine dadurch lohnt sich das Ausprobieren definitiv! 

Erfahrungsbericht von Katharina, Bildrechte: TotsBots

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Author: S. K.

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