Stoffwindeln für Neugeborene – was ist zu beachten?

Sobald die Entscheidung gefallen ist, dass du dein Baby mit Stoffwindeln wickeln möchtest, stellt sich eine Frage. Und zwar die, welche Windeln du unmittelbar nach der Geburt verwenden sollst. Es liegt auf der Hand, dass Faltwindeln aufwändiger sind. Am besten greifst du zu One-Size-Stoffwindeln, die du größenmäßig etwas regulieren kannst.

Reizthema Mekonium – welche Windel wird dazu verwendet?
Grundsätzlich macht es Sinn, dass du die Onesize-Windeln verwendest, die du an der Vorderseite mittels der Druckknöpfe auf eine sehr kleine Größe stellen kannst. Damit liegen die Beinbündchen direkt an den Beinen deines Babys an und die Auslaufsicherheit ist gewährleistet. Du solltest dir aber klar sein, dass die Optik nicht optimal ist, da diese Art der Stoffwindeln oftmals sehr groß und bauschig aussehen. Einige Hersteller bieten hier extra Neugeborenen-Stoffwindeln an, die um einiges kleiner geschnitten sind als die normalen Modelle. Damit sitzen sie passgenauer und wirken nicht gar so voluminös. Neben der Passgröße, die bei Windeln für Neugeborene meist nicht optimal ist, geht es auch darum, welche Stoffwindel den ersten Stuhlgang des Babys optimal aufnimmt. Alle Neugeborenen entleeren im Laufe ihrer ersten Lebenstage das sogenannte Kindspech, auch als Mekonium bezeichnet. Dieses ist eine Mischung aus eingedickter Gallenflüssigkeit und abgeschilferter Haut und einem Rest Fruchtwasser. Dieser Stuhlgang ist zwar äußerst geruchsarm, dafür hartnäckig als Flecken in der Stoffwindel. Mit normalem Waschpulver und einer 60-Grad-Wäsche können sie aus Mikrofaser sehr gut und ohne Rückstände entfernt werden. Verwendest du Stoffwindeln aus Baumwolle oder Bambus, können dunkle Flecken bleiben, die du am besten mit Sauerstoffbleiche behandelst. Ist dein Baby bereits 24 oder sogar schon 36 Stunden auf der Welt, kommt zunächst der Übergangsstuhl und anschließend der normale Muttermilchstuhl.

Auf Nabelschnur achten
Nach der Geburt deines Kindes wird in modernen Geburtskliniken die Nabelschnur nicht sofort durchtrennt, sondern sie kann erstmal auspulsieren. Sobald dein Baby in Atmung und Kreislauf stabil ist, hat die Nabelschnur ihre tatsächliche Funktion erfüllt und verklebt von innen. Sie wird in der Folge weiß und pulsiert nicht mehr. Dieser Vorgang dauert meist zwischen 3 und 30 Minuten. Ist dieser abgeschlossen, kann die Nabelschnur durchtrennt werden. Du solltest hier aber darauf achten, dass sie extra lang bleibt. Das bringt dir nicht nur beim Wickeln Vorteile, sondern auch in der Abheilung der Nabelschnur selbst. Abgesehen davon drückt sie weniger auf den Babybauch. Damit eine gute Heilung möglich ist, solltest du auf ein trockenes Hautklima in dieser Region achten. Egal, ob sich hier Urin absetzt oder eine andere Feuchtigkeit entsteht, dies alles kann eine Bakterienansiedlung begünstigen. Es gibt extra Neugeborenen-Stoffwindeln, die eine extra Aussparung für den Nabel aufweisen. Doch auch die meisten anderen Stoffwindeln sitzen so tief, dass sie den Bereich um den Nabel nicht abdecken. Da dein Baby eher wenig Urin, dafür umso mehr Kot absetzt, kommt die Nabelschnur kaum mit Feuchtigkeit in Kontakt. Passiert es doch, solltest du der Haut rund um den Nabel rund fünf Minuten an der Luft zum Trocknen gönnen, bevor du dein Baby wieder wickelst.

Auf die Größe kommt es an
Die meisten Neugeborenenwindeln sind tatsächlich nur für die ersten drei bis vier Lebenswochen deines Säuglings gedacht. Immer vorausgesetzt, dieser hat bei der Geburt nicht deutlich mehr als 3,5 Kilogramm. Die Frage, wie viele dieser Stoffwindeln du parat haben solltest, ist nicht so einfach zu beantworten. Doch mit 15 Stück solltest du auskommen, immerhin musst du die ersten Tage ungefähr alle zwei Stunden wickeln. Hilfreich ist, wenn du dir für das Krankenhaus bzw. die ersten Tage zu Hause auch einige Mullwindeln besorgst. Für die Nacht solltest du dir auch extra Stoffwindeln zulegen und diese im Vorfeld mit 60 Grad waschen. Dann ist alles bereit für dein Baby und trockenen Windelpo.

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