Mullwindeln oder Prefolds – was saugt besser?

Bei der Frage nach den optimalen Einlagen für Stoffwindeln, hast du freie Wahl. Es gibt sogenannte Prefolds, die auch als Systemwindeln bekannt sind, und normale Mulleinlagen. Welche besser geeignet sind und worauf du achten solltest, erfährst du hier.

Prefolds sind eine US-amerikanische Erfindung
Prefolds stammen ursprünglich aus den USA, wo sie von einem Windelwaschservice erfunden wurden. Die Bezeichnung heißt einfach so viel wie „vorgefaltet“ und bedeutet, dass du die Tücher nicht erst falten musst um sie in die Mitte der Stoffwindel legen zu können. Die meisten Prefolds bestehen aus Baumwolle oder Bambus-Viskose, dementsprechend hoch ist auch die Saugkraft. Es gibt sie in mehreren Größen, einmal in XS, S, M, L und XL oder in newborn, infant, regular und premium. Die Größenbezeichnungen sind herstellerabhängig, wobei sich die Größen der Windeln sehr ähnlich sind. Mehrere Größen waren vor allem früher sinnvoll, da Frauen die Windeln ohnehin über deinen Windelwaschservice bezogen und so niemand selbst die Einlagen kaufen musste. Die Vorteile liegen auf der Hand, denn du musst keine Einlagen mehr extra falten und die Saugkraft überzeugt in jeder Hinsicht. Doch die Prefolds haben auch Nachteile, die vor allem im Kostenpunkt liegen. Denn sie sind deutlich teurer als herkömmliche Mullwindeln. Außerdem wachsen sie nicht mit, du musst sie also jedes Mal wenn dein Baby wächst, neu kaufen. Was machst Du später mit den Größen newborn und infant? Hier hast du den Vorteil, diese schmal zusammengefaltet als extra Saugeinlage bzw. Booster in eine andere Windel oder Prefold einlegen zu können, um die Saugkraft zu erhöhen.

Mullwindeln – eine Alternative?
Wenn dir die Nachteile (zu viele Größen und preisintensiver) bei den Prefolds überdeutlich erscheinen, kannst du natürlich einfache Mullwindeln verwenden. Sie bieten dir zahlreiche Vorteile, denn du kannst sie größenmäßig in der Länge und Breite perfekt an den Körper deines Babys anpassen. Damit erreichst du beim Wickeln auch einen dünneren Po und kannst auf eine erhöhte Auslaufsicherheit setzen. Mullwindeln bleiben in jedem Fall weich, sie sind nämlich meist nur einlagig. Damit können die Fasern nicht verfilzen. Zudem kannst du diese Windeln sogar bei Neugeborenen und sehr kleinen Babys perfekt um den Po wickeln, womit die Überhose perfekt sauber bleibt. Natürlich spielt auch der Preis eine Rolle, denn im Vergleich zu Prefolds sind Mullwindeln deutlich günstiger in der Anschaffung. Vor allem, da du sie vielleicht sogar in deinem Umfeld, bei Schwiegermutter, Mutter oder Oma und den lieben Freunden in gebrauchtem Zustand bekommst.

Vorteile vor allem bei Neugeborenen
Dass Mullwindeln durchaus eine bessere Saugkraft aufweisen als Prefolds, wurde bereits erwähnt. Du kannst sie perfekt in allen Altersstufen bei deinem Baby verwenden und musst dabei nicht immer wieder neue Größen kaufen. Vor allem aber sind Mullwindeln perfekt für den Start mit deinem Kleinen, also für Neugeborene. Der Grund liegt im sehr flüssigen Muttermilchstuhl bzw. Premilchstuhl, der in der Windel landet. Verwendest du eine aus Mull, kannst du diese ganz einfach ohne Vorbehandlung in der Waschmaschine waschen und nach dem Trocknen wieder verwenden. Viele junge Mütter machen die Erfahrung, dass sich in herkömmlichen Windeln für Neugeborene der Muttermilchstuhl quasi in den Bündchen und den Gummis verfängt. Das kann dir nicht passieren, wenn du Mullwindeln verwendest. Diese rollst du einfach ein, womit sie perfekt abdichten, so kann sich auch nichts verfangen. Einziger, kleiner Nachteil, denn du bei dieser Sorte Windeln anfangs in Kauf nehmen musst, ist, dass das Anlegen der Mullwindeln ein etwas mehr Zeit in Anspruch nimmt als bei normalen Windeln.

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